9. November 1938 – Als (auch) im Westen die Synagogen brannten

Auch in Euskirchen und der Eifel

Unfassbar: In Euskirchen ging der Martinszug auf seinem traditionellen Weg an der zerstörten, quasie noch glimmenden, fast ausgebrannten Synagoge vorbei.
Und am 11.11.38 wurde tüchtig Karneval gefeiert . . .

Eine sehr gute 45-min.-Doku des WDR:

„Pranger-Tafel“ in der Wilhelmstraße in Euskirchen;
damit machten die NS-Schergen seit 1935 Stimmung gegen jüdische Händler und ihre Kunden. Letztere wurden beim Betreten oder Verlassen des Geschäfts fotografiert und dann nach ihnen u.a. in Zeitungen „gefahndet“.
. . . In den Eifelgemeinden begannen die Ausschreitungen erst am Mittag des 10.11.1938. Hier gehören zu den Schlägern auch die unmittelbaren Nachbarn. . . .
. . . In Mechernich wird am selben Abend ein jüdisches Kaufhaus mit Traktor und Seilwinde zum Einsturz gebracht. Danach werden noch 10 weitere Häuser zerstört und eingerissen. . . . (=> siehe WDR-Video)
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Am 9. November 2018 jährte sich zum achtzigsten Mal die Reichspogromnacht – die Nacht, in der im gesamten Deutschen Reich Synagogen brannten, in der Juden bedroht, misshandelt und getötet, ihre Wohnungen verwüstet und ihre Besitztümer zerstört wurden. In fast allen Städten und Dörfern zog ein Mob von SA- und SS-Trupps und willigen Mitläufern durch die Straßen, verwüstete Häuser, zerhackte Klaviere und warf Schränke und Sofas auf die Straße.
Auch im Westen Deutschlands, von Köln mit der damals zweitgrößten jüdischen Gemeinde Deutschlands bis zum kleinsten Dorf in der Eifel oder im Münsterland.
Was in der gleichgeschalteten Presse der Zeit als „spontane Entladung des Volkszornes“ dargestellt wurde, war in Wahrheit eine seit langem geplante und genau gesteuerte Aktion der Führung der NSDAP.
(=> zum WDR-Video)
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